Akademische Arbeit – Künstlerische Selbstrepräsentation
Die Analyse und Betrachtung des gesellschaftlichen Wandels beschäftigte mich bereits lange – noch bevor ich mich intensiv mit Atem, Mindset und bewusster Transformation befasst habe. Als Medienwissenschaftlerin untersuchte ich, wie Künstler:innen der Jahrhundertwende ihre Werke, Fotografien sowie Briefe nutzten, um sich selbst und ihre Rolle in der Gesellschaft zu gestalten.
Die moderne Großstadt als Bühne, Massenkultur und zunehmende Anonymisierung prägten die Notwendigkeit der Selbstinszenierung. In meiner Magisterarbeit „Künstlerische Selbstrepräsentation: Inszenierungsstrategien in der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert“ analysierte ich die Werke von Oscar Wilde, Ezra Pound, T. S. Eliot und Virginia Woolf. Im Fokus standen Inszenierungsmethoden, Identitätskonzepte sowie kulturelle Phänomene wie der Dandy oder die New Woman.
Die Arbeit eröffnet einen medienwissenschaftlichen Blick auf Selbstinszenierung als kulturelle Antwort auf gesellschaftlichen Wandel. Sie zeigt, wie Fragen nach Sichtbarkeit, Individualität und Transformation bereits um die Jahrhundertwende – lange vor der Digitalisierung und dem Einzug von Social Media – behandelt wurden.
