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Ankommen bei Dir – Übung für Selbstliebe und inneren Frieden

Bhakti – Hingabe ist immer der Schlüssel. Bei allem! Doch Hingabe ist nur möglich, wenn wir mit unseren Gefühlen verbunden und bereit sind uns zu öffnen. Jeder, der sich schon mal wirklich geöffnet hat, weiß wie wunderschön, befreiend und bewegend dies ist.

Um uns zu öffnen und ganz in uns anzukommen brauchen wir jedoch die Bereitschaft genau hinzuschauen und unseren Schmerz auflösen zu wollen. Denn es gibt immer wieder Momente, in denen uns Jemand verärgert und unser Ego anspringt. In diesen Momenten neigen wir dazu, uns wieder zu verschließen und unsere Gefühle nicht mehr zuzulassen.

Im Winter letzten Jahres habe ich diese wirkungsvolle Übung entdeckt, sie ist ein sehr simples und dennoch sehr mächtiges Werkzeug, um emotionale Wunden zu heilen und im Herzen offen und empfänglich zu bleiben. Vor allem aber hilft sie uns dabei, nicht mehr im Außen nach etwas suchen, von anderen etwas zu erwarten oder zu brauchen sondern ganz in unserer Selbstliebe anzukommen und inneren Frieden und Vollkommenheit zu spüren.

Wir alle haben unsere wunden Punkte, die sich im Alltag immer wieder zeigen. Besonders Personen, die uns nahe stehen oder für die wir Gefühle haben, können diese scheinbar leicht treffen und uns verletzen. Diese Übung basiert darauf, dass diese Verärgerungen immer mit uns zu tun haben – die Personen dienen als perfekter Spiegel, um uns unseren eigenen, bisher verdrängten Schmerz aufzuzeigen. Stört uns an einer Person etwas, ist dies ein Zeichen, dass wir genau diesen Anteil in uns unterdrücken. Diese Übung hilft uns genau hinzuschauen, nicht weiter zu unterdrücken sondern uns selbst das zu geben, was wir brauchen und so innere Ruhe zu erlangen. 

Die vier Schritte der Übung:

Schritt eins: Das Ärgernis finden

Jedes Mal wenn uns etwas oder eine Person verärgert schauen wir genau hin, was es ist, dass uns ärgert. Besonders gut eignen sich hier Personen, die uns sehr nahe stehen oder uns emotional bewegen, wie Beziehungspartner, Familienangehörige oder auch Kollegen.

Beispiel: Ich bin traurig, weil mein Gegenüber nicht offen kommuniziert, was er/sie braucht.

  1. Wer – mein Gegenüber
  2. Was – traurig
  3. Warum – nicht offen kommuniziert, was er/sie braucht

Schritt zwei: Den gesamten Satz umdrehen

Nun tauschen wir in dem Satz aus Schritt eins alle Nomen gegen Pronomen aus und beziehe den Satz auf uns.

Beispiel: Ich bin traurig, weil ich nicht offen kommunizie, was ich brauche.

Schritt drei: In die Aussage hineinfühlen

Wir fragen uns nun, ist an dieser Aussage etwas wahres dran? Wenn wir ehrlich mit uns sind, lautet die Antwort hier eigentlich immer Ja.

Hier hilft es manchmal etwas um die Ecke zu denken. In diesem Satz könnte es heißen, dass wir gewisse Anteile von uns nicht zulassen, unterdrücken, uns nicht authentisch äußern. Bei dieser Übung geht es jedoch vorrangig um das Fühlen und nicht um die kognitive Ebene, dass wir genau wissen oder analysieren, in welcher Situation dies passiert, woher das kommt oder wir uns Gedanken machen, wie wir das lösen können. Vielmehr geht es darum, dass wir uns Zeit nehmen und in uns hineinspüren, ob da etwas wahres dran ist. Fühlen wir eine Reaktion im Körper? Diese kann ganz unterschiedlich aussehen, bei manchen kommen Bilder oder konkrete Situationen. Bei mir sind es oftmals einfach Gefühle in Form von Energie oder Druck.

Schritt vier: Uns das geben, was wir brauchen

Nun spüren wir in uns hinein, in diese Reaktion, diese Energie. Was braucht dieses Gefühl, um sich geliebt und in Frieden zu fühlen? Hier spüren wir geduldig hinein. Oftmals kommt als Antwort etwas wie “ich brauche eine Umarmung”. Wir geben der Energie das, was sie braucht, indem wir dies visualisieren und beobachten achtsam, wie sie sich verändert.

Wir bleiben so lange in diesem Gefühl, bis die Sehnsucht des inneren Anteils (in diesem Beispiel die Umarmung) gestillt ist. Sobald dies so ist fragen wir nochmal, ob dieser Anteil noch etwas von uns braucht. Wenn hier noch etwas aufkommt, geben wir uns auch dies.

Die Übung ist dann zu Ende, wenn wir uns vollkommen friedlich und geliebt fühlen.

Manchmal gibt es noch eine Blockade und ein Anteil ist uns nicht zugänglich, das heißt wir kommen nicht direkt an das Gefühl ran beziehungsweise wissen nicht, was uns helfen würde. Wenn wir das feststellen, hilft es liebevoll und geduldig mit uns zu sein und mit Entscheidungen zu arbeiten. Dies könnte so aussehen: Ich entscheide mich z.B. den Druck loszulassen.

Abschluss: Den Anteil integrieren

Am Ende lassen wir die alte, verbrauchte Energie gehen und integrieren dieses neue Gefühl, den geheilten Anteil in unserem Herzen.

Damit ihr komplett aus dem Kopf rausgehen könnt, habe ich dieses AUDIO aufgenommen, dass euch durch die Übung führt.

Tägliche Praxis 

Diese Übung kann immer angewendet werden, wenn uns etwas oder Jemand verärgert. Besonders effektiv ist sie jedoch, wenn wir sie täglich anwenden. Oftmals denken wir, wir würden fühlen beziehungsweise alles sei friedlich. Wenn wir dann diese Übung machen merken wir, dass wir uns wieder verschossen und von unseren Gefühlen abgetrennt haben und in der Übung Themen hochkommen.

Ich habe diese Übung seit einigen Monaten in meine Alltagsroutine eingebaut und mache sie konstant jeden Morgen. Sie kostet mich nur 10 – 20 Minuten und hilft mir sehr, mein Herz offen zu lassen, in der Verbindung zu anderen zu bleiben und vor allem in dem Gefühl der Liebe, insbesondere der Selbstliebe zu bleiben.

Auch körperliche Beschwerden, wie Rücken oder Nackenschmerzen können sich dadurch lösen, da sie oft durch emotionale Anspannungen ausgelöst werden.

Notizen zur Übersicht aufgelöster Themen

Sehr hilfreich ist es auch, die Ärgernisse aufzuschreiben, da wir oftmals dazu neigen, die Übung eher oberflächlich zu machen. Das Aufschreiben hilft uns nochmal genau hinzuschauen. Außerdem ist es ganz schön, so haben wir eine Übersicht, mit welchen Themen wir in den letzten Wochen gearbeitet haben und auch, welche sich aufgelöst haben.

Diese Übung erhöht unsere Schwingung enorm und ihr werdet sehen, wie sich diese Schwingung auf alle Bereiche eures Lebens auswirkt und auch euer Umfeld anders auf euch reagiert.

Viel Freude dabei!

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