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5 Gründe, warum Yoga und Conscious Breathwork eine tolle Kombination sind – besonders bei Hochsensibilität, Stress & Überforderung

Entspannung durch die Kombination von Yoga und Conscious Breathwork bei Stress, Überforderung und Hochsensibilität

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich kann ein ziemlicher Verstandesmensch sein und mein Kopf schaltet sich gerne ein – selbst wenn ich versuche Yoga zu machen oder zu meditieren. Besonders in aufwühlenden oder stressigen Zeiten ist dies so. Ich glaube daran, dass es auch in Krisensituationen oder fordernden Phasen eine Lösung gibt. Das bedeutet aber auch, dass ich dazu neige, permanent darüber nachzudenken, was die Lösung sein könnte. Im besten Fall habe ich viele tolle Ideen, im schlimmsten Fall mache ich mir Sorgen – bei beidem bin ich jedoch im Kopf und damit nicht im Moment und auch nicht im Fühlen.

Indem wir über unsere Gefühle nachdenken, spüren wir sie nicht mehr als Energie im Körper und sie können sich so auch nicht auflösen. Früher dachte ich immer, über die Gefühle zu sprechen oder sie zu überdenken sei die Lösung, das Gegenteil ist aber der Fall:

Wir lenken uns damit nur unbewusst ab, unsere Gefühle zu fühlen und sie bleiben weiterhin als Energie im Körper. Diese Energie zeigt sich in innerer Anspannung oder in Stresssymptomen. Wir merken es daran, dass wir schnell überreagieren, zum Beispiel bei Wut oder Kränkung oder in psychosomatischen Beschwerden, wie Nacken-, Kopf-, oder Rückenschmerzen.

Die Emotionen müssen durch uns durch fließen, damit wir Entspannung sowohl auf mentaler als auch auf körperlicher Ebene finden können. Deshalb finde ich die Kombination von Yoga und Conscious Breathwork so toll. Sie ist sozusagen etwas für die ganz schwierigen Fälle. Oder für alle, die gerne tief eintauchen möchten. Die perfekte Kombination für Körper und Geist.

Was haben Stress, Hochsensibilität und Überforderung gemeinsam?

Egal, was hiervon Dein Thema ist oder vielleicht auch alle gemeinsam – was sie eint ist, dass Du Dich hierbei oftmals vor Deinen Emotionen verschließt. Meistens passiert das unbewusst als natürlicher Schutzmechanismus. Manchmal bemerkst Du auch gar nicht, dass Du keinen Zugang mehr zu Deinen Gefühlen hast. Du bist sozusagen abgestumpft.

Dies lässt sich logisch erklären. In Stressphasen ist der Sympathikus im Körper aktiv. Dies ist der Teil des vegetativen oder auch autonomen Nervensystems, der eine Aktivitätssteigerung im Körper erzeugt, den sogenannten Kampf und Flucht Modus. Hier geht es ums pure Überleben. Nicht akut überlebenswichtige Funktionen werden gehemmt. Entspannung oder Sinnlichkeit sind hierbei Luxus, dafür ist keine Zeit. 

Als hochsensible Person sind Deine Sinne sehr viel empfänglicher, als bei anderen Menschen. Du nimmst alles deutlich bewusster wahr, da Du keinen Filter hast. Dies führt dazu, dass Du in Alltagssituationen viel mehr Reize aufnimmst und Dein Gehirn mehr zu verarbeiten hat. Diese permanente Reizüberflutung zu verarbeiten kostet viel Energie. Zudem erzeugt dies Stress in Deinem Körper, vielleicht fühlst Du Dich auch leicht erschöpft. Wenn Deine Lebenssituation so ist, dass Du nicht genug Entspannungsphasen hast, sind wir damit bei dem oben beschriebenen Stress-Prozess. Dazu kommt, dass hochsensible aufgrund ihrer erhöhten Hirntätigkeit zum Grübeln neigen oder tiefgründiger über Dinge nachdenken und damit auch kognitiv schwerer abschalten können.

Emotionale Überforderung wird oft begleitet von innerer Unruhe. Du hast das Gefühl, Dich gar nicht mehr entspannen zu können. Deine Belastbarkeit sinkt. Oft treten dazu auch Atemnot, Darmprobleme oder Schlafstörungen auf. Du fühlst Dich ohnmächtig, taub oder einfach nur Leere und in einer Art innerer Starre. Auch hier ist der dorsale Vagusnerv des Parasympathikus aktiv. Du fühlst Dich überfordert von dem was Du fühlst, von Deinen Lebensumständen, dem, was Du leisten musst oder auch dem, was Du denkst und verschließt Dich deshalb. Wenn Du einmal in diesen Zustand gelangt bist, fällt es Dir höchstwahrscheinlich nicht so leicht, Dich wieder zu öffnen und empfänglich zu sein.

Die Lösung für alle drei Thematiken ist den Druck abzubauen und regelmäßig Erholungsinseln für Körper und Geist zu schaffen, in denen Du Dich entspannen kannst und den ventralen Vagusnerv des Parasympathikus aktivierst. Dies ist nicht nur wichtig für Dein Wohlgefühl schön sondern auch für Deine Gesundheit: Du stärkst damit Deine Resillienz und beugst Stresskrankheiten wie Erschöpfung, Depression oder Burnout vor. Der Parasympathikus ist der Teil des vegetativen Nervensystems, der für die Entspannung und Regeneration zuständig ist. Hier kann körpereigene Heilung entstehen.

Besonders für gestresste, überforderte und hochsensible ist es schwerer, den Schalter umzustellen und gedanklich und körperlich wirklich loszulassen. Was Yoga und Atemtherapie eint ist die Arbeit mit dem Atmen. Dein Atem ist ein ganz natürliches Mittel, um Stress abzubauen.

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Wie wirkt Yoga bei Stress und Überforderung?

Ich unterrichte Anusara-Yoga. Dies ist ein therapeutisch orientierter Yogastil, der für jedes Level geeignet ist. Im Anusara-Yoga schauen wir, wie Du durch eine optimale Ausrichtung die Energie im Körper zum Fließen bringst. Außerdem wollen wir Dein Herz öffnen und dort hinein spüren.

In meinen Yogaklassen geht es vor allem ums Fühlen. Ich unterstütze Dich dabei, durch die Yogapraxis Deinen Körper bewusster wahrzunehmen. Wir atmen und bewegen uns und lösen so Spannung aus dem Körper. Der Fokus auf Deinen Körper unterstützt Dich dabei, zu spüren und wahrzunehmen und Gedanken zur Ruhe zu bringen. Dies hilft Dir auch dabei, mit Deiner Aufmerksamkeit voll und ganz im Moment zu sein. Durch Deine optimale Ausrichtung kannst Du den Energiefluss spüren und Dich dadurch auch auf der mentalen Ebene freier und mit Dir selbst verbunden fühlen.

Was passiert bei einer Conscious Breathwork-Session?

In einer Atem-Session machst Du nichts anderes als tief und voll zu atmen. Du nutzt keine Technik und folgst keinen Vorgaben sondern hörst nur auf die Impulse Deines Körpers. Möchtest Du durch den Mund oder durch die Nase atmen – Du entscheidest. So simpel dies klingt, so effizient ist dieses Tool. Als Babys kommen wir auf die Welt und machen die natürlichste und überlebenswichtigste Sache, die es gibt: Wir atmen tief in den Bauch hinein. Im Laufe unseres Lebens verlernen wir dies meistens, der Atem wird flach und weniger voll. Wir gewöhnen uns diesen wohltuenden Zugang zu unserer ureigenen Kraftquelle ab. Eine Breathwork-Session wirkt deshalb befreiend auf allen Ebenen – der körperlichen, geistigen und der seelischen Ebene.

Unterstützt wird die Session durch ein bewegendes Musikset. Die Musik folgt einer Dramaturgie, die Dich ganz unterschiedlich berührt oder Impulse setzt. In einer Atemreise geht es vor allem darum, dass Du loslassen, Dich entspannen und Deinem Unterbewusstsein verbinden kannst. Das geht am besten, in dem Du gar nichts erwartest und nicht so viel dadrüber nachdenkst.

Warum ist die Kombination von Yoga und Atemtherapie so wohltuend:

Bei beiden Methoden geht im wesentlichen darum, für einige Zeit unseren Kopf auszuschalten und einfach nur zu sein. Wir wollen unseren Körper spüren und darüber hinaus Kontakt zu dem Raum in uns bekommen – unser wahres selbst, höheres Bewusstsein, Seele, oder wie du es nennen magst. Durch diesen Kontakt können wir auf einer tiefen Ebene mental und körperlich loslassen, Druck abbauen sowie innere Ruhe und Entspannung finden. Bei einer Kombination machen wir immer zuerst eine Yoga-Praxis und danach eine Breathwork Session.

1. Du bringst Deine Gedanken zur Ruhe

Die körperliche Tätigkeit und die Bewegung einer Yoga-Praxis unterstützen Dich dabei, deinen Geist zur Ruhe zu bringen. Durch die optimale Ausrichtung kann die Energie in Deinem Körper frei fließen. Dadurch kannst Du Dich mehr öffnen und in eine innere und äußere Balance kommen. Dies kann auch Energie gebend wirken.

2. Du spürst Dich wieder

Die Yoga-Praxis hilft Dir, Dich und Deinen Körper bewusster wahrzunehmen – Du spürst Dich wieder. Im ersten Schritt vor allem auf der körperlichen Ebene, oftmals aber auch auf mentaler Ebene. Dies bedeutet, dass Du empfänglicher werden kannst für Neues, deine Intuition, für das, was Dir gut tut und das oder welches Verhalten Dich zu sehr stresst oder Dir nicht gut tut.

3. Du kannst einfach nur sein

In der Atem-Session kannst Du tief loslassen. Für ein bis zwei Stunden kannst Du einfach nur sein ohne etwas zu müssen. Deine Gefühle bekommen Raum und Zeit gefühlt zu werden. Emotionen wie Dankbarkeit, Liebe und Alleissein können aufkommen.

4. Kontakt zum Unterbewusstsein

Durch die Verbindung von Conscious Breathwork und Yoga kannst Du leichter in eine tiefe Trance eintauchen. Hier kannst Du Kontakt zu Deinem Unterbewusstsein aufnehmen und für eine Weile Deinen Verstand ausschalten. Schöne und bewegende Bilder und Visionen können auftauchen. Vielleicht kannst Du Dir aber auch innere Widerstände anschauen oder nicht gelebte Emotionen durchleben und sie damit auflösen.

5. Mental und körperlich loslassen

Mit der Kombination von beiden Methoden kannst Du leichter, wirklich loslassen. Es kann Dich unterstützen, die Kontrolle abzugeben und Dich dem hinzugeben, was geschieht. Dies kann sehr befreiend und entspannend wirken.

Tief eintauchen: Detox der Gefühle

Egal, ob Du hochsensibel, dauergestresst bist oder vor innerer Anspannung fast zu platzen drohst, in allen Fällen hast Du höchstwahrscheinlich durch diesen Zustand keinen Kontakt mehr zu deinen Gefühlen. Das heißt, du unterdrückst sie oder nimmst sie nur ganz leicht wahr. Dies ist eine automatische Reaktion deines Körpers bei zu viel Belastung.

Durch die Verbindung von Yoga und Breathwork kannst du deinen Geist überlisten und wirklich abschalten und somit in den Prozess des Heilens eintauschen.

Seit fast zwei Jahren mache ich jeden Morgen meine Übung für Selbstliebe und nehme mir bewusst Zeit, meine Gefühle zu fühlen. An manchen Tagen komme ich aber nicht an den wirklichen Kern des Gefühls. Ich merke, da ist etwas, aber ich komme irgendwie nicht ran, ich kann es nicht fühlen.

Das ist für mich ein Zeichen, dass es mal wieder Zeit für eine Yoga und Breathwork-Session ist.

Fotos: Jared Rice, Deniz Altindas

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Literatur Inspiration:

  • Elaine N. Aron - Sind Sie hochsensibel?: Wie Sie Ihre Empfindsamkeit erkennen, verstehen und nutzen
  • Eckhart Tolle - The Power of Now: A Guide to Spiritual Enlightenment
  • James Nestor - Breath: The New Science of a Lost Art
  • Stanislav Grof & Christina Grof - Atmen: Eine neue Methode der Selbsterforschung und Therapie 

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